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Sternstunden

Was ist ein Stern

Sternbilder: Mythos und -Mystik

  • Astrologie
  • Plejaden
  • Orion der Star

Wie Sterne dargestellt werden

 

Der Name „Stern“

  • Sprichwörtliche Sternchen

Vom Gebrauch der Sterne


Sie sind schon immer da gewesen, aus keiner Kultur wegzudenken. Sie haben Menschen tröstlich sichtbar begleitet, bis ihnen die elektrische Beleuchtung die Show gestohlen hat. Und niemand ist ihrer gegenwärtig. Sehen wir sie, blicken wir in die Vergangenheit. Sogar die Sonne zeigt sich, wie sie vor acht Minuten ausgesehen hat. Wir können nicht anders, als ihre aktuelle Befindlichkeit zu verpassen. 

Stonhenge: Observatorium und Kalender
Stonehenge, Observatorium und Kalender. Bild: ATH

Wir nehmen Sterne erst wahr, wenn ihr Licht uns erreicht hat und das kann dauern, trotz seiner unglaublichen Geschwindigkeit von 299.792,458 Kilometern pro Sekunde.

Wann fingen die Menschen an, den Sternen Wunderkräfte zuzuschreiben? Etwa jene, dass sie Menschenleben prägen, sobald ein neuer Erdenbürger das Licht der Welt erblickt.

 

Warum aber hat der Stand der Gestirne keinen Einfluss auf die Zeugung? Vielleicht, weil der Zeitpunkt der Zeugung meist so rätselhaft und unbekannt ist, dass es unmöglich ist, ihn mit der zeitgleichen Sternenkonstellation in Verbindung zu bringen?

 

Begann die Beziehung der Menschen zu den Sternen, weil es halt so lange kein GPS und kein Navi gab? Immerhin richten sich Naturmenschen, die fernab jeglicher künstlich beleuchteter Siedlung leben, nach den Sternen.

Der Autorin ist eine Geschichte überliefert, dass ein Mongole sich in Deutschland in einer Industriestadt heillos verirrte, weil er vor lauter Lichtersmog keine Sterne mehr sah.

Ach ja, haben Sie schon einmal daran gedacht, dass es ohne Sterne keinen Kalender gäbe? Ob Filofax, Outlook, ob die hübschen Wandkalender, oder die 2013 in Schottland gefundenen, zehntausend Jahre alten Bodenmarkierungen

 

(Spiegel Online: 15.07.2013 16:54 Uhr https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/zeitmessung-archaeologie-aeltester-kalender-entdeckt-a-911211.html ).

 

Letztere sind wohl bis jetzt der älteste bis dato gefundene Kalender: zwölf Gruben erlauben eine genaue Zeitbestimmung.

Was ist ein Stern?

In der Astronomie ist das einen massereicher, selbstleuchtender Himmelskörper.

Masse, dass ist eine Eigenschaft, die wir spüren, denn sie kann uns sowohl erdrücken, als auch auf dem Boden halten. Sie ist verantwortlich für Gravitation. Wird eine Gaswolke zu massereich, fällt sie in sich zusammen und das hat Konsequenzen. Es wird verdammt heiß, so heiß, dass die Atomkerne des Gases verschmelzen.

 

Aus Wasserstoff wird so Helium, was noch schwerer ist. Und das bei einigen Millionen Grad. Kein Wunder, dass die Sonne glüht.

 Dass Sterne nur aus Gas bestehen, wurde erst vor etwa 300 Jahren erkannt.

Aber auch ein von der Sonne angestrahlter Planet unseres Sonnensystems wird Stern genannt.

Ein Stern leuchtet also von selbst, ein Planet nicht. Wir können ihn nur sehen, wenn  Oberfläche des Planeten das Licht des Sterns, der ihn bescheint  in alle Richtungen verteilt.

 

Der Astronom Tycho Brahe beobachtete 1572 eine Supernova, ohne zu erkennen, was das ist. Die Bezeichnung geht allerdings auf das von Brahe beobachtete Phänomen zurück, dass ein vorher nicht sichtbares sternähnlichen Objekt am Himmel auftaucht. (Supernova, =Was extrem Neues!)

 

Unter Supernova wurde in der Astrophysik bis Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts ein Helligkeitsausbruch eines Sternes verstanden, der im Grunde gerade explodierte.

Warum Sterne funkeln, hängt aber mit der Luftunruhe zusammen.

Mit bloßen Augen sieht man horizontnahe, helle Sterne blitzen. Spiegelteleskope oder Fotolinsen verleihen erst dank Lichtbrechung den Sternen Zacken, und mittlerweile kann man diese mittels Photoshop auch übertreiben.

 

Ein Stern gilt in der Geschichte der Menschheit auch als Schicksalsbestimmer. Aus der Beziehung zwischen Sternen und Sonne und aus ihrem Verhältnis zueinander (Konstellation) lasen und lesen Astrologen, ob die Entwicklung aller Dinge günstig oder ungünstig verläuft.

Sternbilder: Mythos und Mystik

den Sternenhimmel nachahmen
Mit Figuren nachgestellte Opferzeremonie der Skidi

Nach Hesiod (einem griechischen Dichter der vor 2700 Jahren lebte) sind die Sterne die Blutstropfen des Uranos (Himmelsgott und Opa von Zeus), nach ozeanischer Überlieferung gelten sie als Kinder von Sonne und Mond.

 

In unserem Kulturkreis drücken sie das Ziel höchsten Strebens, Unsterblichkeit und Ewigkeit aus („per aspera ad astra"). Sie sind Symbole kosmischer Ordnung.

 

Manche Mythologien sehen in den Sternen auch Symbole für die Verstorbenen; auch manche Überlieferung der Indianer, wo jeder Verstorbene ein Stern wird.

 

Die Skidi-Pawnee-Indianer aus den Great Plains Nordamerikas könnten in Sirius (Tirawahat?) einen Gott gesehen haben, der vier helle Sterne geschaffen haben soll, die den Himmel tragen und die heiligen Himmelsrichtungen anzeigen sollten – Nordosten, Nordwesten, Südosten und Südwesten. Diesen Sternen gab er die Macht, Menschen zu schaffen und ihr Wissen und Gespür weiterzugeben.

 

Der Stamm der Skidi war durch die Sterne organisiert; sie lehrten die Menschen wie man leben und Zeremonien ausführen sollte. Einmal im Jahr, im Frühling, wurde sogar eine junge Frau symbolisch dem Morgenstern geopfert in Erinnerung daran, dass die Hochzeit zwischen Morgenstern (männlich) und Abendstern den ersten Menschen, nämlich eine Frau, hervorbrachte.

 

Die Ägypter sahen im Sirius (Hundstern) die Göttin Isis, die auch gleich für die Nilüberschwemmungen sorgte, welche das Land an den Ufern fruchtbar machte.

Mit Lampen den Sternenhimmel nachahmen. Foto: ATH, (Doha-Airport)
Mit Lampen den Sternenhimmel nachahmen. Foto: ATH, (Doha-Airport)

Ihr Schicksal aus Sternen lesen zu können, glaubten Menschen von vor tausenden Jahren bis heute. Chinesen, Babylonier, Ägypter, Mayas hatten alle Horoskope, und waren beileibe nicht die Einzigen. Ohne Astrologie keine Astronomie. 

Johannes Kepler 1561-1630, Naturphilosoph, Mathematiker, Astronom, Astrologe, Optiker und evangelischer Theologe. war davon überzeugt, dass bestimmte Konstellationen der Himmelskörper den Menschen beeinflussen können wie das Wetter. Er versuchte die Zusammenhänge zu ergründen und wollte die Astrologie auf eine wissenschaftliche Basis stellen.

 

Aber auch der als sachlich geltende Tycho Brahe, ein Zeitgenosse Keplers, hielt viel auf Astrologie und Alchemie (Carl Kiesewetter: John Dee. Leipzig 1893). Er vertat sich aber auch schon mal gewaltig bei Horoskopen, etwa, als er Kaiser Rudolph den II und dessen Lieblingslöwe die gleiche Sternenkonstellation zuschrieb. Da begann sich der Kaiser ziemlich zu fürchten, als sein Löwe kurzerhand starb.

Tierkreiszeichen in Südchina. Foto: ATH
Tierkreiszeichen in Südchina. Foto: ATH

ASTROLOGIE

 

Sterndeutung (Astrologie) und Astronomie waren untrennbar miteinander verbunden, zumindest bis zur Aufklärung, eine besonders wissenschaftsorientierte Epoche im 18. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert wurde Okkultismus eine Modeströmung und Geburtshoroskope populär.

Vorläufer der 'klassischen' Astrologie, waren Sternen bzw. Astralkulte (besonders prominent als Stern: die Venus)

Sterndeuterei entstand im Hellenismus ab dem 3. Jh. v. Chr. , wobei der Hellenismus ja jene Kulturepoche ist, bei der die Griechen durch die Feldzüge Alexanders des Großen den engsten Kontakt zum alten Orient (von Ägypten bis nach Indien) herstellten und pflegten.

Während die „europäische Astrologie“ die Sonne als prominent befand, richteten die Chinesen ihr Augenmerk auf Jupiter. Anders als die heutige Astrologie, die von Tierkreiszeichen ausgeht, geht die uralte indische Astrologie vom real sichtbaren Sternhimmel aus.

Das Horoskop ist wohl, als Geburts- und Tages, sowie Jahreshoroskop das prominenteste Element der Sterndeuterei.

 

Auch die Alchemie, eine Vorläuferin der Chemie mit mystischen und naturphilosophischen Elementen, bezog sich auf die Astrologie und die Sterne. Ursprünglich war das Ziel der Alchemie, den Stein der Weisen zu finden und unedle Metalle in edle umzuwandeln. Die Metalle standen für Himmelskörper: Gold für die Sonne (schon im alten Ägypten), Silber für Mond, Eisen für Mars, etc.

Isac Newton, so Ralph Abraham, „glaubte an eine astrologische Alchemie“. (In: Rupert Sheldrake u.A.: Denken am Rande des Undenkbaren“ Bern, München Wien 1993.) Tatsächlich tauchte 2005 ein verschollen geglaubtes Geheimmanuskript von ihm in England auf, das ihn als „letzten Alchemisten“ dastehen lässt. https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/ueberraschungsfund-geheimnotizen-isaac-newtons-entdeckt-a-363221-druck.html

 

Spannend ist: Alle Metalle im Universum wurden entweder im Herzen von Sternen oder bei Sternexplosionen geschmiedet. Ein normaler Stern kann Eisen herstellen, nachdem er andere Elemente erzeugt hat.

Aber nur wenn Sterne sterben, also explodieren, entstehen Blei, Gold und andere Metalle.

 

Stele von Kudurru
Stele von Kudurru

Spricht man von Astrologie, so kommt man nicht umhin, sich ganze Sterngruppierungen anzusehen, weil Menschen verschiedenster Kulturen diese jahrtausendelang als bedeutungsvolle Einheit gesehen haben. Den Sternbildern liegen Mythen und Göttersagen zugrunde, die in der ganzen Welt unterschiedlich sind. Aber Astrologie ist erst durch die Bilder möglich, die wir auf die Sterne projeziert haben: Bilder von Gottheiten und Sternenbilder, wie Schütze, oder Wassermann oder...

 

Dass wir die antiken Namen der Sternbilder kennen, haben wir den Arabern zu verdanken. Arabische Wissenschaftler retteten im 9. Jahrhundert n. Chr. griechische Abschriften des Astronomiebuches „Megiste Syntaxis“ des Claudius Ptolemäus aus dem 2. Jahrhundert nach Christus und übersetzten sie ins Arabische. Diese Übersetzung wurde unter dem Namen „Almagest“ bekannt. Im 12. Jahrhundert gelangten lateinische Übersetzungen des Almagest nach Europa, und bis ins 17. Jahrhundert war dieses  Buch des  Astronomen Ptolemäus, der um 100 nach Christus in der Gegend von Alexandria lebte, Standardliteratur der Astronomie. Nach ihm ist auch das ptolemäische Weltbild benannt, nach dem die Erde Mittelpunkt des Weltalls ist.

 

Darüber hinaus verfasste Ptolemäus das astrologische Standardwerk Tetrabiblos „vier Bücher“; worin er die Auswirkungen der Himmelskörper auf den Erdball, die Materie und den Menschen erläuterte.

Die 12 Tierkreiszeichen (Sternzeichen), die damals mit freiem Auge sichtbaren großen Himmelskörper Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn  und ihre Beziehungen zueinander waren quasi Ausgangspunkt und Kern seiner Erörterungen.

Er vertrat aber die erstaunlich moderne Auffassung, dass man bei einer astrologischen Vorhersage auch Lebensumstände, Elternhaus, kurz Anlage und Umwelt berücksichtigen müsse.

Aus dem Stundenbuch des Duc de Berry/(Brüder von Limburg)
Aus dem Stundenbuch des Duc de Berry/(Brüder von Limburg)

Unter den Sternbildern besonders prominent sind der Orion und die Plejaden,

weil sie auffallen und sich durch sie menschliche Ackerbautätigkeit zuverlässig zeitlich organisieren ließ. Indianer, Griechen, Japaner, Ägypter: Alle haben sie besondere Geschichten über Orion und die Plejaden. 

 

ORION

Obwohl Orions Name auf einen mythischen griechischer Jäger zurückgeht, könnte der Name aus dem akkadischen Uru-Anna, „Licht des Himmels“ kommen. Aus „Uru-Anna“ wurde mit der Zeit „Aryan“.

Als „Aryan“ bezeichneten sich die Eliten des persischen Großreichs, bis es im 4. Jahrhundert v. Chr. von Alexander dem Großen ausgelöscht wurde. Der Begriff Arier und der Ländername Iran gehen also möglicherweise auf den Orion zurück. Im frühklassischen Griechenland wurde aus „Aryan“ der Name „Orion“, so eine Theorie.

Die Wikinger sahen in dem Sternbild ORION ihren Gott Thor, der durch einen Fluss watet und den verschlagenen Loki am Gürtel mitschleift.

Für die Ägypter winkte Osiris vom Himmel.

Orion soll bei den Griechen ein Sohn des Meergottes Poseidon gewesen sein, der ziemlich viel Dreck am Stecken hatte, weil er göttlichen und menschlichen Frauen nachjagte und schon mal die eine oder andere vergewaltigte. (Damals gabs #metoo noch nicht).

Dafür soll ihn Artemis erschossen haben und er wurde in den Sternenhimmel versetzt. (Hoffentlich nicht gehoben!!!- Das hätte er nicht verdient.)

Zuvor soll der Schürzenjäger auch sieben Schwestern nachgestellt sein, die es mit der Angst zu tun bekamen. Zeus versetzte die Damen: Alkyone, Asterope, Celaeno, Elektra, Maia, Merope und Taygete, die auch für seine Erziehung zuständig gewesen waren, in den Sternenhimmel. Dort stehen sie nun als sieben 

 

PLEJADEN

Maia, eine der Plejaden, nach einer attischen Amphora
Maia, eine der Plejaden, nach einer attischen Amphora

Die früheste schriftliche Erwähnung der Plejaden wurde von den Sumerern gemacht, die sie Siebengottheit nannten. Aber schon in den Höhlen von Lascaux finden sich sechs gezeichnete Punkte, die als Plejaden gedeutet werden.

 

Sechs soll nicht verwundern, denn auch der japanische Autohersteller Subaru hat als Emblem nur sechs Sterne genommen. Subaru ist nichts anderes als Plejaden auf Japanisch. Die bronzezeitliche Scheibe von Nebra beherbergt ebenfalls die Plejaden.

 

Wie erwähnt waren sie meterologischer und  kalendarischer Fixpunkt, da sie von Anfang Juli bis Ende April am nördlichenSternenhimmel sichtbar sind.

Die Griechen und Römer betrachteten den Frühuntergang des Siebengestirns Anfang November als das Zeichen der Feldbestellung und das Ende der Schifffahrt. Mit dem Frühaufgang um den damaligen 20.Mai galten die Plejaden als Signalgeber für die beginnende Ernte. (Wikipedia).

 

Die Beduinen Nordafrikas legen Sommer und Winterbeginn fest, die Massai nehmen die Konstellation als Anzeiger für den Beginn der Regenzeit. Ebenso richteten sich die Blackfoot-Indianer bei Beginn der Jagdzeit danach, wie sie zu Beginn der Trockenzeit am Himmel standen. Momaday Natachee Scott, Pullitzerpreisträger, überliefert eine Erzählung der Kiowa, nach der sieben Schwestern von einem Bären verfolgt werden. Ein Baumstumpf lädt sie ein auf ihn zu steigen. Er wächst in die Höhe und versteinert.

Die Schwestern werden zu den Plejaden, doch der Baumstumpf ist heute noch sichtbar: Er ist Devil’s Tower, eine 370 m hohe Felsformation welche in Spielbergs „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ zu Filmruhm kam.

Im Pazifik läutet das Siebengestirn das Neujahrsfest ein.

 

„The moon is by the edge of the mountains, and Subaru is in the west; my darling is on my knee.“ Der Mond am Rande der Berge, Subaru steht im Westen und mein Liebchen sitzt auf meinem Knie, sagt man in Japan in der Hyuuga Region. Die (in Japan sechs) Sternlein sollten laut Mythologie trotz des Winterbeginns, den sie anzeigten, die Sonnengöttin Amaterasu daran erinnern, im Frühling wiederzukehren. (Als Juwelenkette auf einem Baum locken sie die Ahnherrin des japanischen Kaiserhauses aus ihrer Höhle).

 

Subaru, also die Plejaden, wurden vom ersten Präsidenten von Sanyo zum Markennamen für Autos erwählt. Denn der Name bedeutet auch „verbunden“, sogar „in Liebe verbunden“ und sechs Sterne zieren seit jeher den Kühlergrill des Wagens.

Außerdem heißt auch ein leistungsstarkes Teleskop auf Hawaii Subaru. Was sich nicht Alles in Liebe verbindet!

Wie Sterne dargestellt werden

So geht´s auch:  Sonnendarstellung auf dem Täfelchen von Shamash
So geht´s auch: Sonnendarstellung auf dem Täfelchen von Shamash

Sie zu zeichnen, kann durchaus eine Wissenschaft sein, welche gehobene mathematische Kenntnisse verlangt.

 

Es gibt eine Sternenform aus der euklidischen Geometrie, aus der kombinatorischen Geometrie und einen (rein) mathematisch interpretierten Stern.

In der Geometrie versteht man salopp gesagt unter einem regulären Stern ein (normalerweise nicht-konvexes) regelmäßiges Polygon mit Spitzen und Ecken, dessen Kanten alle gleich lang sind. Die Bezeichnung Stern für ein solches ebenes Polygon wird in der kombinatorischen Geometrie weiter eingeschränkt ,darf sich dann aber als Sternpolygon bezeichnen.  Wobei durchaus Alles wie ein Stern aussieht...

  

Sterne sind auch  beliebte Wappenmotive. Sie werden  allein stehend im Wappenschild oder einem Wappenfeld abgebildet oder als stark vereinfachtes Sternbild (Kreuz des Südens) verwendet. In der Regel werden Sterne in der 2-1 oder 1-2-1 Stellung gezeigt, das heißt, über einem Stern sind noch zwei symmetrisch angeordnet und manchmal zusätzlich durch einen weiteren ergänzt. 

 

Die Zahl der Strahlen reicht von vier bis acht. Sterne können, wie viele andere Figuren, pfahlweise oder (schräg) balkenweise gestellt sein. (Bilden also senkrechte oder waagrechte Streifen)

Ein Stern mit 5 Zacken wirkt auf das Auge besonders harmonisch und "perfekt" , da er das Produkt eines gleichmäßigen Fünfecks ist, in dem alle Winkel gleich groß sind. Dabei ist er symmetrisch, ohne dass zwei spitzen oder zwei Ecken einander genau gegenüberliegen. Das bedeutet, Ecken und Zacken wechseln sich genau und gleichmäßig ab.

 

Auf der Himmelsscheibe von Nebra sind sie als Flecken dargestellt, so wie man Sterne tatsächlich sieht. So sah man sie vor ungefähr 4000 Jahren in der Bronzezeit, als diese Bronzeplatte entstand.

 

In Babylonien stellte man Sterne mit Zacken dar. Die Sonne, als vierzackigen Stern mit gewellten Strahlen auf einer Scheibe, der Stern Ishtars hatte 8 Zacken, wie auf einer Grenzstele, welche fast 4000 Jahre alt ist, zu sehen ist. (Kudurru, S. Abb. oben) Es ist zu vermuten, dass dies geschah, weil man erstens ein Piktogramm für "Stern" brauchte und zweitens eins, das man leicht in Stein hauen konnte. Außerdem erwecken sehr helle Sterne den Eindruck, dass von ihnen Strahlen ausgehen. Der Stern der Ishtar ist die Venus, der Abendstern, der auffallend hell ist.

 

Der fünfzackige Stern könnte von den Hieroglyphen der Ägypter inspiriert sein. Er ist als Hieroglyphe unter Anderem auch eine Abkürzung für das Wort „Stunde“, also ein Ideogramm, ein Wortbild und entspricht unserem "h". Die Ägypter schrieben also vielleicht "12*" statt 12.00 h.

 

In der islamischen Kunst ist als ein Gestaltungselement das unendliche Sternenmuster zu sehen. Seine Wurzeln liegen in der byzantinischen Kunst (welche die islamische in ihren Anfängen beeinflusste, da das Wüstenvolk zunächst byzantinische Baumeister und Handwerker beschäftigte) und der hochentwickelten Mathematik und Geometrie der Araber. 

Naturgetreue Darstellungen waren im Islam im religiösen Bereich  zudem verpönt und wurden durch Abstraktes ersetzt.

Um 1086 entstand die Freitagsmoschee von Isfahan mit komplizierten 5- bis 10-strahligen Kacheln, Siebenecken, und unregelmäßigen Sechsecken. 9-, 11-, und 13-strahlige Kacheln, die aufgrund ihrer besonderen Konstruktion Girih- heißen, treten im 11. Jahrhundert in Persien auf. (Bildergalerie rechts)

Dass wohl auch gotische Fensterrosetten möglicherweise nicht unbedingt von den Blumen, sondern auch von Sternen inspiriert sind und die Gotik ornamental quasi ein Rückimport aus dem Osten sein kann ist durchaus wahrscheinlich. 

Das Pentagramm

 

mit fünf Zacken ist eine Besonderheit und ergibt sich, wenn die Diagonalen eines regelmäßigen Fünfecks (Pentagon) nachgezogen werden.

 

Alle Sehnen und durch Schnittpunkte begrenzte Sehnenteile eines Pentagramms haben vier verschiedene Längen, die in der Aufeinanderfolge zueinander im Verhältnis des Goldenen Schnitts stehen, verhalten sich also geradezu klassisch wohlproportioniert.

 

Pentagramme tragen auch die Bezeichnung Drudenfuß bzw. Drudenstern, welche  in einem Zug durchgezeichnet sind. Drudensterne sind magisches Symbol schlechthin.

Das mystische Fünfeck, über dessen Seiten gleichschenkelige Dreiecke konstruiert sind, findet sich bereits in ägyptischen Gräbern und in der minoischen Kunst. Es tritt als Zeichen für Gesundheit und Erkenntnis schon bei den Pythagoräern und Gnostikern (mystische aber auch sehr philosophische religiöse Richtungen der Spätantike) auf, bei den keltischen Druiden und in den mittelalterlichen Bauhütten. Daher ist seine geometrische Form auch in gotischen Fensterrosen (z. B. Rouen) zu finden.

In der Alchimie bedeutet das Pentagramm die geistige „Quintessenz" (quinta essentia!), das gemeinsame Wesen der traditionellen vier Elemente, den ihnen allen zugrunde liegenden Weltgeist. 

 

Der fünfzackige Stern ist auch das Symbol der Venus, sowohl des Planeten als auch der Göttin.

 

In den 1980er Jahren wurde das „schwarzmagische“ Pentagramm in der Metal- Szene, insbesondere im Black- und Death Metal, als Symbol für das Böse oder den Satanismus beliebt. Bei diesem Pentagramm zeigt die Spitze nach unten.

Der Name "Stern"

Griechisch heißt er ASTRON, lateinisch ASTRA oder STELLA, und in der Ursprache der indoeuropäischen Sprachen, im Sanskrit : Tara, Sitara oder Taraka.

 

Setareh, das persische Wort für Stern bedeutet auch Schicksal, was man nachvollziehen kann, wenn man die enge Verknüpfung der Sternenkunde mit der Sterndeuterei (Astrologie) im alten Orient  kennt.

 

So sieht man auch  die sprachliche Verwandschaft mit dem  englischen  STAR,  sogar mit dem  französischen Etoile, das sich an Stella anlehnt. In den Turksprachen heißt er Yildiz, auf Ungarisch Csillag, „glänzender kleiner Körper am Nachthimmel“ Es stammt vom finno-ugrischen Wort für Glanz und glitzern.

Stern /Gestirn gehört zur Wortgruppe strahlen ster= ausbreiten, streuen.

 

Die Verwandschaft mit Stirn ergibt sich, weil Stirn im Grunde "ausgebreitete Fläche" bedeutet. Wer hätte gedacht, dass Stirn und Stern Geschwister sind?

Noch spannender ist das englische Wort „disaster“. Denn das Wort für eine unerwartete Katastrophe setzt sich aus dis- und aster zusammen und nimmt daher das Bild eines Sterns, der auseinanderbricht.

 

Die Maya, die ja ein Nahverhältnis zu den Sternen hegten, nannten den Stern „ek´“. Ihre Bauten stellten nicht nur unverrückbare Bezugspunkte zu den Sternen dar, sodass man ihre Bewegung genau beobachten konnte, sondern waren richtige Observatorien.

 

SPRICHWÖRTLICHE STERNCHEN

 

Was man immer gebrauchen kann, ist ein guter Stern, der auch möglichst nie sinken sollte. Der Duden ( bez. Redewendungen) meint, dies gehe auf die Vorstellung zurück, jeder Mensch habe einen Glücksstern. Wer die Sterne vom Himmel zu holen vorgibt, hat große Worte in den Mund genommen, dem unmöglich adäquat erfolgreiche Taten folgen können.

Wer in Österreich einen Stern reißt, der stürzt, vornehmlich beim Skifahren, wobei der Gestürzte auch optisch an einen Stern erinnern mag. Augensterne sind Menschen, deren Anblick stets erfreulich ist und mit denen man Sternstunden erleben kann. So mag ja auch ab und an Sternenstaub rieseln. Sternenstaub hieß ein spurlos verschwundenes amerikanisches Flugzeug (Stardust) und selbst David Bowie erkannte die Poesie des Wortes. „Letzten Endes sind die Erde und auch wir also aus explodierenden Sternen entstanden. Wir sind tatsächlich Sternenstaub.“, sagte der Astrophysiker Andreas Burkert und Adel Tawil sang: „Wir alle sind aus Sternenstaub...“ (Vom selben Stern)- Ich &Ich

https://www.youtube.com/watch?v=Q9VOo112F7M

 

In Frankreich hat man sprichwörtlich Sterne in den Augen, wenn man glücklich ist. (avoir des étoiles dans les yeux)

In Ungarn hingegen müssen sogar die Sterne hintereinander wandern (A csillagok is egymás után járnak), was ganz offensichtlich ein Hinweis auf geradezu kosmische Ordnung ist. Ein umwölkter Morgenstern bedeutet aber einfach Pech (Homályba borult hajnali csillaga.

Jemanden in den Sternenhimmel zu heben, das kennen auch die Italiener. (portare alle stelle).

vom Gebrauch der Sterne

Man verleiht sie, dekoriert damit ebenso erfolgreiche Soldaten, wie Küchen und Hotels. Man nennt erfolgreiche Filmschauspieler, Musiker und Sänger Sterne, wobei solche mit geringer Größe (Sternchen) allenfalls Hoffnungsträger sind.

Sie bezeichnen in der Alchimie und in der Magie besondere Dinge, Sheriffs tragen ihn stolz, Juden waren zum Anheften gezwungen und er ziert die Flaggen ideologisch völlig unterschiedlich gelagerter Staaten, er ist also ein Joker der Symbole.

 

 MILITÄRABZEICHEN

Soldaten, die es zu was gebracht haben, tragen Sterne; normalerweise Generälen vorbehalten, dürfen sie österreichische Bundesheerler immer tragen, denn sie stehen für die österreichische Nationalblume, das Edelweiß, was auf Französisch tatsächlich „Alpenstern“heißt (étoile des Alpes). Rangabzeichen werden im Österreichischen Bundesheer auch als „Keks“ bezeichnet, weil eben ein Teil der Abzeichen aus sternförmigen Symbolen besteht, welche an die Form von Weihnachtsbäckereien erinnern.

 

Bigbosse sind bei den Amerikanischen Streitkräften und bei der Nato die „Viersternegeneräle“. 4-strahlige Sterne hat man in Großbritannien, 5-strahlige Sterne trägt man in den USA, Russland, Polen, Italien, Belgien, 6-strahlige Sterne hat u. A. die deutsche Polizei aber auch das Salomonssiegel auf der Flagge Marokkos. Die Flagge von Nauru hat zwölf Spitzen, die die zwölf Urstämme der Insel symbolisieren. Den Rekord halten 20-strahlige Sterne (4 große und 16 kleine Strahlen in Deutschland). Auf der Flagge Jordaniens sind es sieben Zacken, die für die Verse der Fatiha des Korans stehen.

Warum wohl neben Eichenlaub und Streifen Sterne zum Statussymbol beim Militär gehören? Vielleicht, weil sie in unserem Kulturkreis Ziel höchsten Strebens darstellen. Wie schon die Römer sagten: „Per aspera ad astra“ „Auf rauen Pfaden zu den Sternen.

 

Man kann also nur die Sterne vom Himmel holen, wenn man sich abmüht. Heinrich von Kleist erwähnte in einem Drama den lateinischen  Spruch auf der Standarte des schwedischen Heeres und die Redewendung steht auch auf dem lettischen Drei-Sterne-Orden.

Das Motto der United States Air Force Academy. ‚Per ardua ad astra‘ – „Durch Elend zu den Sternen“ wird beispielsweise von der Royal Air Force in England, Australien und Neuseeland verwendet.

Kein Wunder, dass das Militär Sterne liebt...

MICHELINSTERNE

Leitsterne zur Gastlichkeit sind die Guides, die in Frankreich Michelin heißen...und das ging so:

 

André und Édouard Michelin übernahmen 1889 eine kautschukverarbeitende Produktionsstätte in der Nähe von Clermont-Ferrand. Sie produzierten dort Industrieabdichtungen, Gummibälle für Kinder sowie Bremsklötze für Kutschen. Zwei Jahre später hatte Edouard Michelin bei der Reparatur eines Fahrradreifens die Idee für einen auswechselbaren Luftreifen. Er ließ die Idee patentieren und legte damit den Grundstein für die weitere Entwicklung des Unternehmens. 1900, ein Jahr nach der ersten Tour de France für Automobile und zur Pariser Weltausstellung, erschien der erste Michelin-Führer (Guide Michelin) in einer Auflage von 35.000 Stück. Zunächst wurden Werkstätten, Batterieladestationen und Benzindepots aufgezählt.

1910 brachte Michelin die erste Straßenkarte heraus, um Reiserouten in verschiedenen Ländern zu markieren. Zu dieser Zeit entstand auch die Idee, die besten und beliebtesten Reiserouten Frankreichs in Reiseführern zu erfassen. 1923 erschienen erstmals Hotel- und Restaurantempfehlungen. Ab 1926 vergab der Guide Michelin für die Gastronomie erstmals einzelne Sterne, die aber eher wie Blümchen aussehen und umgangssprachlich Macaron/Makrone, genannt werden, was irgendwie an die österreichischen Militärkekserl erinnert.

  • ein Stern bedeutet – „Eine Küche voller Finesse – einen Stopp wert!“
  • zwei Sterne – „Eine Spitzenküche – einen Umweg wert!“
  • drei Sterne – „Eine einzigartige Küche – eine Reise wert!“

Womit (dank entsprechender Wikipediaartikel auf Deutsch und französisch) ersichtlich ist, dass man mit Sternen stets gut navigieren kann, was Seefahrer immer schon wussten.

SHERIFFSTERNE

Ob Sheriffsterne ihre Träger immer gut leiten?

In ihnen glänzt amerikanischen Patriotismus (Immerhin zieren 50 Sterne die US-Flagge) aber die Sternenform populär machte erst die Filmindustrie.

Ansteckplaketten für Sicherheitspersonal heißen „law-enforcer-badges“, also Anstecker, um das Gesetz zu stärken. Die Abzeichen konnten aus Materialien wie Silbermünzen oder Aludosendeckel sein. Interessanterweise durften sich die sogenannten peace-officer (Also Sicherheitsbeamte) diese selbst gestalten. 

Deshalb sehen Sheriffsterne auch so unterschiedlich aus. Zwar waren Adlermotive auch recht populär, aber sehr umständlich zu fabrizieren.

Der Stern setzte sich also durch, weil er praktisch herzustellen war. Populär wurde er durch die Westernfilme.

 

Der fünfzackige Stern sollte aus „historischer Sicht“, wie ein Sheriff auf seiner Website schreibt, das Böse abgewehrt haben. Ob er gewusst hat, dass er sich auf den fünfzackigen Stern (Pentagramm) der Alchemie bezog? (Zur Erinnerung: Spitze nach Unten verkörpert das Böse). Aber man durfte ja auch Sechsecke verwenden...

Als Symbol der Befreiung findet  sich der weiße fünfzackige Stern im Sternenmuster der Flagge der Vereinigten Staaten, die 1777 mit dreizehn Streifen (rot-weiß wechselnd) und dreizehn weißen Sternen in blauem Rechteck entstanden war. Mindestens fünfzehn der 56 Unterzeichner der „Declaration of Independence"am 4. Juli 1776 waren Freimaurer, so ist wohl auch das Symbolrepertoire   dieses Männerbundes und somit der Stern in staatliche Repräsentationsbilder eingegangen.

FILMSTERNE

Wenn Sterne auf den Boden fallen, könnte man spitzfindig sagen, graben sie sich in Beton ein. Das tun sie zumindest in Holywood.

Der Walk of Fame ist ein Gehweg, mit mittlerweile 2664 Sternen (Mai 2019).

Ein Stern besteht aus rosa eingefärbtem Beton (Terrazzo) und Messing und wird nicht nur für Film und Fernsehen, sondern auch Theater, Radio und Musik verliehen, kurz allen, die der Unterhaltungsindustrie Geld einbringen. 1957/58 erfand die Handelskammer von Holywood den Walk of Fame.

Aus etwa 300 Bewerbungen werden pro Jahr 24 Stars ausgewählt. Doch nur, wer auch die 30.000 Dollar Sponsorengeld für den Stern bezahlt, wobei die Häfte für die Wartung und Pflege durch den Historic Trust gewidmet wird, bekommt ihn tatsächlich auf den Weg montiert.

 

Asterix ist ein echter Star einer gleichnamigen Comicreihe denn sein Name bedeutet „Sternchen“ (asterisque).

DER DAVIDSSTERN „Schild Davids“,

 

benannt nach König David ist ein Hexagramm-Symbol mit religiöser Bedeutung. Hexagramm bedeutet auf griechisch Sechseck. Es gilt heute vor allem als Symbol des Volkes Israel und des Judentums.

Das Symbol besteht aus zwei ineinander verwobenen gleichseitigen Dreiecken, einem nach oben weisenden und einem nach unten weisenden, deren Mittelpunkte identisch sind. Im Mittelalter verwendeten Juden, Christen und Muslime diesen Stern als Talisman gegen Dämonen und Feuergefahr. Außerdem war dieser Stern auch ein Mariensymbol. In der hellenistischen Welt verwendete man ihn übrigens auch gerne als reine Dekoration.

 

Dass er in gelber Farbe zur Repressalie der Nazizeit wurde, kam, weil man sich die Kennzeichnungspflicht von mittelalterlichen Unsitten (ab dem 11. Jahrhundert) abschaute. Gelb, das war außerdem im Mittelalter eine ziemlich verpönte Farbe, welche unter Anderem Prostituierte kennzeichnete. Ab 1941 verpflichtete eine Polizeiverordnung Juden „vom vollendeten sechsten Lebensjahr an einen gelben Judenstern „sichtbar auf der linken Brustseite des Kleidungsstückes in Herznähe fest aufgenäht zu tragen.“ Auf die schreckliche Idee der Brandmarkung war schon drei Jahre vorher Joseph Goebbels gekommen.

ROTE STERNE

 

 In der Astronomie gibt es sie als Rote Riesen und Rote Zwerge. Es handelt sich dabei um Sterne mit höchster, oder absoluter Leuchtkraft, was wohl kommunistische und maoistische Ideologen gerne zur Kenntnis genommen hätten. Nur; dass solche Sterne nachher zu weißen Zwergen schrumpfen, oder als Supernova explodieren, dürfte dann nicht so erhebend sein.

Als kommunistisches Kampf- und Weltanschauungs-symbol zierte der rote Stern den Kremlturm von Moskau, Uniformmützen sowjetischer Soldaten, manche Flagge von Ostblockstaaten, natürlich auch Maos Käppi sowie kubanische Kampfaccesoires, was eine unvollständige Aufzählung ist.

Die Flagge Kaliforniens und Neuseelands haben mit dieser Bedeutung gar nichts auf dem Hut, obwohl deren Sterne auch rot sind.

1923 wurde erstmals jene Flagge entworfen, die die verhasste Zarenflagge als russisches Hoheitszeichen ersetzen sollte. Die fünf Zacken des Sternes symbolisieren die Arbeiter in allen fünf Kontinenten, die sich zu einer Einheit zusammenschließen (sollten). Rot steht  für den Kampf,  Blut und  Feuer. Die Geschichte kennt man ja.

MERCEDES-STERN

Der dreizackige Mercedesstern, wurde quasi zum  kapitalistischen Gegenentwurf zum roten Stern. ( Oh Lord, won´t you buy me a Mercedes Benz, sang Janis Joplin 1970 )

Die entscheidende Idee haben Paul und Adolf Daimler, die Söhne des im Jahr 1900 verstorbenen Unternehmensgründers: Sie adaptieren einen dreizackigen Stern als Markenzeichen. Mit einem solchen Symbol hatte ihr Vater Gottlieb Daimler in seiner Zeit als technischer Direktor der Gasmotorenfabrik Deutz das Wohnhaus der Familie auf einer Postkarte mit einer Deutzer Stadtansicht markiert.

Der dreizackige Mercedes-Stern symbolisiert die Motorisierung zu Lande, zu Wasser und in der Luft (jeder Zacken ein Element), denn Gottlieb Daimler wollte Motoren für Autos, Schiffe und Flugzeuge bauen.

Am 18. Februar 1925 schließlich meldeten die beiden Marken Daimler und Benz das neue gemeinsame Logo an – den Mercedes-Stern von Daimler im Lorbeerkranz von Benz. Das war ein Vorgriff auf die Fusion, die zum 28. Juni 1926 wirksam wurde. https://www.daimler.com/konzern/tradition/mercedes-benz/geburt.html

Auch der japanische Autohersteller Subaru schmückt sich mit fremden Sternen, wie man sehen konnte.

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